Das Vereinstagebuch 2018
 
19.10.2018  Mission "Horizons" - Volker Schmid berichtet über die Mission
Am 19.10.2018 konnten wir Volker Schmied vom DLR für den Sondervortrag im Bestehornhaus gewinnen. Er ist der Manager der Mission "Horizons" mit Alexander Gerst auf der ISS, und ist verantwortlich für den korrekten Ablauf des Unternehmens und die Durchführung der deutschen Experimente. (Ausführlicher Bericht folgt)
 
29.09.2018  55 Jahre Planetarium Kanena

29.09.2018 Eine kleine Abordnung der Sternfreunde war der Einladung des Planetariums Kanena zu dessen Geburtstagsfeier gefolgt. Die Mitglieder des Vereins „Astronomische Station Johannes Kepler Kanena e.V.“ sorgten mit Vorträgen, Sonnenbeobachtung und verschiedenen Experimenten für ein abwechslungsreiches Programm, welches von den zahlreichen Gästen gut angenommen wurde. In der Begrüßungsrede wurde über die Idee, den Bau und die Nutzung des Planetariums berichtet. Es war spannend zu hören, dass der Junglehrer Karl Kockel bereits 1960 die Idee zum Bau einer Schulsternwarte hatte, nachdem 1959 die örtliche Schule zur Polytechnischen Oberschule umbenannt und das Fach Astronomie eingeführt wurde. 1961 baute Kockel auf dem Schulgebäude eine Dachsternwarte, die er aber nur eingeschränkt nutzen konnte, da sie zwischen zwei Schornsteinen errichtet wurde. Während der Heizperiode war wegen des Qualms keine Beobachtung möglich. Kockel entschloss sich daher, eine Sternwarte neben der Schule errichten zu lassen. Diese sollte nicht nur nur zu wissenschaftlichen Zwecken sondern gleichzeitig auch der Verschönerung des Ortskerns dienen. Nur in Eigenleistung wurde im April 1962 mit dem Bau der Sternwarte begonnen, welche bereits im September 1962 eingeweiht werden konnte. Nach dem Bau einer weiteren Sternwarte mit Schiebedach wurde im April 1963 mit dem Bau des heutigen Planetariums, nach den Plänen Emmerich Bauers, begonnen. Es sollte 8 Meter hoch, 8 Meter im Durchmesser und für 80 – 100 Personen ausgerichtet sein. Mit finanziellen Zuschüssen von der Stadt Halle und mit vielen fleißigen Händen konnte das Planetarium – nach nur 5 Monaten Bauzeit - am 06.10.1963 eingeweiht werden. 1998 kam der Tiefpunkt. Die astronomische Station sollte abgerissen werden. Und wieder war es Karl Kockel, der sich engagierte und mit der Gründung des Vereins die Einrichtung rettete. Der Verein, der nur von Spenden und Mitgliedsbeträgen lebt, hat sich voll und ganz der Erhaltung von Planetarium und Sternwarte verschrieben.

Wir alle sind stolz auf Euch!  Macht weiter so!

 
22.09.2018  Klaus Rockmann - Fotoausstellung  "Sonne, Mond und Sterne"
Am 22.09.2018 wurde in Hettstedt im "Kunstzuckerhut", in einem alten Wehrtum aus dem Mittelalter, der früher als Gefängnis diente, eine Fotoausstellung unseres Sternfreundes und Betreibers des Sonnenobservatoriums Kupferberg, feierlich eröffnet. Die Ausstellung "Sonne, Mond und Sterne" präsentiert mit 40 Werken einen Querschnitt aus 20 Jahren fotografischer Beobachtungen des Himmels bei Tag und bei Nacht. Umrahmt wurde das Ganze durch Schülerinnen der Musikschule, die mit Klarinettenklängen eine Kostprobe ihres Könnens darboten. Im Anschluß wurden die Werke von allen Anwesenden in Augenschein genommen. In direkten Gesprächen erläuterte Klaus Rockmann die Beweggründe, die ihn zur Astronomie führten und die Hintergründe vieler Fotos.
Die Ausstellung ist vom 22.September bis zum 30. Oktober, jeweils dienstags bis samstags von 10:00 Uhr  bis 16:30 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist kostenlos.
Ein Ausflug nach Hettstedt und der Besuch dieser besonderen Ausstellung sind sehr empfehlenswert.
Auch das Sonnenobservatorium Kupferberg in Hettstedt kann nach Voranmeldung besucht werden.
 
27.07.2018 (G)Astronomischer Sommerausflug mit Mondfinsternis in Gotha
In diesem Jahr wurde die astronomische Sommerexkursion nach Gotha durchgeführt. Gotha war ab der 2. Hälfte des 18.Jh, gefördert von Herzog Ernst II. und technisch / organisatorisch maßgebend vom Hofastronomen Franz Xaver von Zach beeinflußt, ein europäisches Zentrum der Astronomie. Leider sind  die historischen Spuren der Seebergsternwarte und dem Nachfolger in der Jägerstrasse, bis auf Hinweistafeln, sehr verblasst. Im Herzoghlichen Museum konnten wir die sehr sehenswerte "Weltmaschine", ein uhrbetriebenes Modell zur Darstellung der aktuellen Sternbilder, der Mondphasen und der Planeten bis zum Saturn, aus dem Jahre 1780, bewundern. Als handwerkliches Meisterstück sind Jupiter und Saturn mit winzigen Monden ausgestattet, die sich um die Planetenmodelle bewegen. 

Unser abolutes Highlight war die gemeinsame Beobachtung der Mondfinsternis am 27.07., ab 21:00 Uhr vom Plateau des Schoss Friedenstein. Nach einem kurzem Platzregen gegen 19:00 wurde der Himmel klar. Stative, Teleskop und weitere Utensilien wurden mit einem Bollerwagen transportiert. Gemeinsam mit vielen Neugierigen konnten Saturn, Jupiter, Mars und der Verlauf der Finsternis des Mondes hervorragend beobachtet werden. Der Blick zu den Planeten durch das mitgebrachte Teleskop war für viele große und kleine Sterngucker ein faszinierendes Erlebnis. Besonders die Konstellation des Mars, in Opposition mit nur ca. 57 Mill. km, unterhalb des Mondes war schon ein starkes Bild welches auf viele Fotos gebannt wurde.

Als Unterkunft hatten wir uns die Klosterherberge des Augustinerklosters im Zentrum von Gotha ausgewählt. Hier konnten wir in sehr schönem freundlichen Ambiente und in absoluter Ruhe die Zeit genießen. Auch an bezahlbarer kulinarischer Gastronomie hat Gotha einiges zu bieten.

Es war ein rundum tolles Wochenede und wir freuen uns schon auf ´s nächste Jahr.

 
 
22.07.2018 Zu Besuch im Ringheiligtum Pömmelte

Auf Einladung unserer Sternfreundin Stefanie, die diese Führung als Preis gewonnen hatte, besuchten wir am vergangenen Sonntag das Ringheiligtum in Pömmelte.

Im Jahr 1999 wurde das Heiligtum zufällig bei Überflügen entdeckt und ab 2005 ausgegraben. Im September 2016 wurde es dann offiziell eröffnet. Neueste Ausgrabungen vor Ort zeigen aber auch, dass  noch lange nicht alles über das Heiligtum bekannt ist. Lassen wir uns überraschen, was die Archäologen alles zu Tage fördern.

Die über 4000 Jahre alte Kultstätte wurde von mindestens zwei großen Kulturen der Steinzeit genutzt, den Schnurband- und den Glockenbecherkeramikern. Jede dieser Kulturen nutzte den Ort auf seine Art und weise. Es wurden aber auch menschliche Knochen aus dem Mittelalter dort gefunden... also auch später ein Ort mit magischer Anziehungskraft.

Noch bevor ein Pfahl in die Erde gerammt wurde, nutzten die Schnurbandkeramiker den Platz schon als Opfer- und Begräbnisstätte. Davon zeugen der quadratische Opfergraben vor den Toren des Heiligtums und die Überreste einer sog. Totenhütte. Der Opfergraben diente aber auch zur Bestimmung bestimmter Zeiten im Jahr. Hier waren noch Sommer- und Wintersonnenwende von Bedeutung. Später konnten über die Öffnungen des Heiligtums die Zeiten der Mitviertelfeste, wie z.B. Lichtmess oder Erntedankfest, festgelegt und auch gefeiert werden.

Das Heiligtum in seiner jetzigen Form besteht aus sieben Ringen, wobei nicht nur die  Palisadenringe sondern auch die Gräben und Hügel gezählt werden müssen. Bisher wurden um das Ringheiligtum auch 12 Langhäuser ausgegraben. Ein Zeichen dafür, dass die Leute aus der Steinzeit bereits sesshaft waren.

Sehr mystisch geht es zu, wenn man ins Innere geht. 5 Totenschädel beobachten den Besucher, wenn er das Allerheiligste betritt. 5 Schädel...ohne Körper gefunden...und ohne Bezug zum Heiligtum. Im Inneren kann man auch erkennen, dass die Steinzeit nicht nur schwarzweiß sondern auch bunt war. Davon zeugen die vielen Farben und Zeichnungen. Aber auch im Inneren gibt es noch viel auszuwerten. So gibt es mittig im inneren Kreis ein Vertiefung, von der man noch nicht weiß, woher sie stammt. Vielleicht stand ja dort etwas, was diesen Abdruck hinterlassen hat. Leider kann dazu niemand befragt werden, da es keine schriftlichen Aufzeichnungen aus dieser Zeit gibt.

Es sollte sich aber jeder selbst ein Bild davon machen. Besuchen Sie das Ringheiligtum in Pömmelte! Und wie so schön an dem aufgestellten Container stand: „Wir graben in unserer Vergangenheit.“

 
07.04.2018 Frühjahrsputz im Zoo                                  Foto:M. Rockmann, F. Gehrmann
Eine kleine Abordnung der Sternfreunde war auch in diesem Jahr beim Fruhjahrsputz im Zoo vertreten. Mit weiteren 50 Helfern machten wir den Zoo frühlingsfit. Nach einführenden Worten von Herrn und Frau Reisky sowie dem Chef des Verschönerungsvereins machten sich die Helfer an die Arbeit. Wir hatten uns wieder die Säulen des Planetenweges vorgenommen. Die Sonnen- und Planetensäulen strahlen jetzt wieder in frischem Glanz und die Besucher des Zoos können jetzt die Infotafeln wieder gut lesen. Wir statteten auch noch unserem tierischen Patenkind einen Besuch ab. Schließlich sind wir seit Oktober 2017 Paten des Erdmännchens "Sternchen". Bei dem Gewusel im Gehege konnte aber das richtige Erdmännchen nicht ausgemacht werden denn kein Erdmännchen hatte ein Sternenkostüm an. Es hat uns Spaß gemacht, etwas Gutes für die Gemeinschaft getan zu haben.
Im nächsten Jahr sind wir ganz sicher wieder dabei, aber dann nicht nur mit Eimer, Lappen und Wasser, sondern auch noch mit frischer Farbe für die Sonne. (MR)           Beitrag der Mitteldeutschen Zeitung
 
24.03.2018  Tag der Astronomie in Aschersleben
Auch in diesem Jahr beteiligten sich die Sternfreunde Aschersleben und das Planetarium am deutschlandweiten Tag der Astronomie. Viele Kinder mit ihren Eltern hatten sich 14:00 vor dem Planetarium eingefunden um, nach einer kleinen Eröffnung dieser Veranstaltung, das Planetarium zu einem Vortrag für die Kleinsten zu erobern. Matthias Reinäcker, der Chef des Planetariums, begeisterte an diesem Tag in 3 Veranstaltungen nicht nur die Herzen der Kleinen, sondern auch die der Großen erwartungsvollen Besucher. Die Sternfreunde boten, trotz zeitweise durchziehender Wolkenfelder, im Außenbereich Sonnen- und Mondbeobachtung an. Die Teleskope waren immer dicht umlagert und es gab für alle gestellten Fragen viele fachkundige Antworten.
Ab 18:00 wurde das Teleskop zur abendlichen Beobachtung am Sendemast, oberhalb des Krankenhauses, aufgebaut. In der Zwischenzeit war der Himmel vollkommen aufgeklart, so dass die Besucher einen tollen Sonnenuntergang genießen konnten. Mit fortschreitender Dämmerung waren erst der Mond, später die Venus, das Wintersechseck, die Plejaden und auch der Orionnebel zu bewundern. Einige Gäste bekamen vor lauter staunen den Mund gar nicht wieder zu. Solche schönen Momente sind für die Sternfreunde immer wieder der Lohn für ihre engagierte ehrenamtliche Arbeit. Insgesamt konnten etwa 80 Gäste in den Veranstaltungen im Planetarium und an den Teleskopen begeistert werden. Es war wieder einmal ein rundum gelungener Astronomietag. Dank auch an alle Helfer die personell aber auch ideell zu diesem Erfolg beigetragen haben.  (siehe auch dem Bericht der Mitteldeutschen Zeitung)
 
19.03.2018 2 Tage nach Neumond mit Venus und Merkur
Nach einem herrlichen Sonnenuntergang wurde noch Jagd auf den 2 Tage alten Neumond gemacht. Unterhalb war, nach einigem Suchen, auch die Venus und der Merkur zu sehen. Mond war 15°, Venus 8° und Merkur 10° über dem Horizont, wobei der Merkur die aktuell maximale Auslenkung von der Erde aus gesehen hat.
 
25.02.2018 Jagd auf den goldenen Henkel
25.02.2018 Heute wurde durch Odette die Beobachtung des "Goldenen Henkels" am Mond angeregt. Dieses Phänomen ereignet sich jeden 10. Tage nach Neumond. Die Sonne bescheint die obersten Kanten am Kraterrand der "Regenbogenbucht". Das sieht dann scheinbar aus wie ein Henkel am Mond.
Die Fotos wurden mit professioneller Ausrüstung bis hin zu Foto mit Knipskiste und Smartphon in das Okular eines Teleskops hergestellt. Wenn man Freude am Beobachten des Himmels hat, ist es nicht immer notwendig sich eine teure Ausrüstung zuzulegen. Danke an alle die ihre Bilder zur Verfügung gestellt haben.
 

 

 

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